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PHPKIT   Infos zum Pudel
24.08.2005 von juergen

Liebenswerter Hund- in drei Größen, von dem der Schriftsteller Peter Scheitlein im vorigen Jahrhundert schrieb: "Der vollkommenste Hund ist der Pudel. Er hat Eigenheiten, Sonderbarkeiten, Originalitäten, und Genialitäten. Alles an ihm ist Psyche."

Größe und Gewicht:

Königspudel: 45 bis 62 cm; bis 28 kg.
Kleinpudel: (als Ausgangsgröße): Schulterhöhe 35 bis 45 cm; circa 16 kg schwer.
Zwergpudel: 28 bis 35 cm; etwa 4 kg.
Toypudel, bis 28 cm unter 3 kg


Quadratischer Körper von harmonischer Form.

Fell und Farbe:

Dichtes, wolliges, derbes und gelocktes Haar in charakteristischer Frisur. Schwarz, Weiß, Grau, eindeutig Braun, einheitlich Silber, Apricot und Harlekin (Schwarz, Weiß).
Die Fellpflege kommt immer auf die Schur (siehe weiter unten) an. Man sollte den Pudel mindestens jeden zweiten Tag bürsten und striegeln um ihm seine wahre Schönheit zu geben. Alle zwei Wochen kann man einen Pudel mit einem Pudelshampoo baden um seinem Fell die Fülle und Glanz zu erhalten.
Ein Pudel verliert keine Haare er hat keinen Eigengeruch (Hundegeruch). Auch nicht wenn er nass ist. Dafür ist das schneiden und scheren unerlässlich. Da sonst die Haare wenn sie zu lang werden verfilzen und nicht mehr durchgekämmt werden können.

Aussehen:

Ein lebhafter und Munterer Hund der den Eindruck von Stolz, Eleganz und Intelligenz vermittelt.



Eigenschaften der Rasse:
Bereits im 13.Jahrhundert erschienen pudelähnliche Hunde auf Bildern. Später wurden sie sogar von Rembrandt und Goya gemalt. Bis 1945 galt Deutschland als das Heimatland des Pudels, doch dann wurde er vom FCI, dem Dachverband für Kynologie, Frankreich zugeschrieben.
Der "Pudelboom" am Ende des 18.Jahrhunderts, als die feine Welt Pudel hielt und ihre Wohnungen mit Silber- oder Porzellanpudeln schmückte, fand etwa 200 Jahre später eine Wiederholung. In den sechziger Jahren war der Pudel Modehund Nummer eins. Wer keinen lebenden halten konnte, kaufte sich einen aus Keramik oder gedruckt auf einem Schal oder Schirm. Es gab Pudel wo hin man sah. Mann färbte die Haare der Hunde alle 4 Wochen passend zu den eigenen und machte somit den Neufarbenzüchtern, die blaugrau, Milchkaffee- und Zweifärbigkeit einführten, chemisch Konkurrenz.
Heute werden Jährlich nicht mehr als 3.000 Pudel in die Zuchtbücher des VDH eingetragen: Die Pudelmode ist zum Glück vorbei.

Die Schur machte man nicht nur aus ästhetischen Gründen - der Pudel war nicht nur Schoßhund. Der "Urpudel" welcher in der Wasserjagd und Hetzjagd eingesetzt wurde hatte die Größe eines heutigen Königspudel.
Durch die Löwenschur hat sein Fell einen solchen Auftrieb im Wasser, das er auch weitere Strecken ohne Probleme schwimmen kann, das Fell jedoch wiederum sehr schnell trocknet.
Jedoch war die Fellpflege den meisten Jägern zu viel Arbeit und sie suchten nach anderen Rassen welche halbwegs an den Pudel herankamen. Auch heute noch liegt der Jagdtrieb und die Liebe zum Wasser in seinem Element. Jedoch ist er auch im Gelände durch sein Gehorsam zu kontrollieren. Das wichtigste für einen Pudel ist Bewegung und Beschäftigung. Nur dann ist er glücklich.



Rassetypische Probleme:
Ein Pudel steht gern im Mittelpunkt, bei Zwergpudeln kann das ein Problem werden. Vor allen wenn der Hund ein Übermaß an Temperament hat (was bei Zwergrassen häufiger vorkommt). Wird so ein Hund verzärtelt oder als Kinderersatz behandelt, kann er hysterisch werden. Solche neurotischen Tiere sind lästige Dauerkläffer, auf Ihren Menschen übermäßig eifersüchtig und beherrschen als Tyrannen ihren Besitzer oder eine ganze Familie.
Bei allen Pudeln ist auf die Pflege der Ohren und auf Zahnsteinbildung zu achten.

Pudel ApricotRassetypische Krankheiten:

Beim braunen Pudel vorzeitiges Ergrauen des Haares.
Beim Königspudel auf HD-Freiheit der Eltern und Großeltern achten sonst nichts spezielles bekannt. (HD = Hüftdisplasie)

Folgende Krankheitsneigungen gelten vornehmlich für den Zwergpudel bzw. Toypudel:
Nervöses Pfotenlecken mit Haar ausziehen, Entzündung der Mandeln (Tonsilitis), Harnsteine, Bandscheibenvorfall, epileptiforme Anfälle, bei jungen Hunden Kniescheibenluxation. Diese Lockerung im Bereich des Kniescheibengelenks tritt bei Zwergrasse nicht selten auf und ist meist angeboren.



Lebenserwartung:
Zwischen 12 und 15 Jahren.
(Bild oben Zwergpudel, Hündin, Apricot, 4 Jahre)

Nahrungsbedarf pro Tag:

Kleinpudel: 4.200 kJoule/1.000 kKalorien.
Großpudel: bei einem 20 kg schweren Hund 5.250 kJoule/1.250 kKalorien.
Zwergpudel: 1.655 kJoule/395 kKalorien.

Der Königspudel (Standard)Anmerkung zur Schur:
Wer mit seinem Pudel Ausstellungen besuchen will, muss sich an die Standardschuren halten:
Die Löwen-Schur auch Alte- oder Klassische-Schur genannt:
Bei der Fang, Hinterhand und Läufe kurz geschoren werden. Man lässt Manschetten an den Vorder- und Hinterläufen stehen, einen Pompon an der Rutenspitze und eine Mähne über Kopf und Brust bis zum Ende der Rippen.
Neuerdings darf bei Pudeln die Rute nicht mehr gekürzt werden. Bei solchen Hunden darf man nur den Ansatz der Rute scheren, der Rest bleibt als lange Mähne stehen.
Die Mode-Schur oder Neue-Schur:
Man belässt Hosen an Vorder- und Hinterhand, einen Pompon an der Rute (wenn lange Rute wie oben beschrieben), langes Haar auf dem Kopf und an den Ohren. Sie ist die gebräuchlichere und pflegeleichtere Schur.

Auf Ausstellungen ist bei gleicher Qualität der Hund mit der Löwenschur dem modern geschorenen vorzuziehen.
Auch der Schnürenpudel: bei dem sich das feine wollige Haar zu Schnüren von mindestens 20 cm Länge zusammendreht, ist ausstellungswürdig, jedoch aus der Mode. Darüber hinaus benötigen Schnürenpudel sehr viel Pflege und Erfahrung.

Eigenschaften als Familienmitglied:
Der Kleinpudel ist sicher der ideale Begleithund für alle Gelegenheiten. Der Zwerg und Toypudel meist etwas temperamentvoll ist ideal in Wohnungen zu halten. Der Pudel ist Clown und Teufel in einer Person. Er kann so herzig und lieb sein wie selten ein Tier. Gereizt jedoch ein erbitterter Kämpfer. Er versucht immer seinen Familienmitgliedern Freude zu machen und Gelerntes vorzuzeigen, um Anerkennung und Lob zu bekommen. Durch seine Beobachtungsgabe und Aufmerksamkeit ist er nicht nur ein sehr guter Wächter sondern auch sehr gelehrsam. Man zeigt ihm was man von Ihm möchte und belohnt Ihn ein paar mal mit einem Leckerli und schon wird er das Gelernte nicht mehr vergessen. Sein Gehorsam ist ganz einfach ohne Druck, am besten in einer Hundeschule in welcher man nach neuen Methoden mit Belohnung durch Leckerli und Spiel trainiert zu gewinnen.

Der Pudel lernt durch zuschauen. Durch seine überdurchschnittliche Intelligenz kann man bei einem Pudel immer wieder erkennen das er Sachen macht die er sich selbst beigebracht oder vom Menschen oder anderen Hunden abgeschaut hat.

Der Pudel, ist er einmal ein Jahr, begreift sehr schnell das man auf das Haus und alles was dazugehört aufpassen muss. Er bewegt sich in Räumen sehr vorsichtig. Und wird nicht durch unkontrollierte Bewegungen etwas umwerfen.

Im Freien Auslauf in Wald und Flur ist seine Kraft und Schnelligkeit entfesselt. Die kräftigen Hinterläufe welche ihm den tänzelnden eleganten Gang geben und ihm erlaubt lange auf seinen Hinterläufen zu stehen unterscheiden den Pudel von allen anderen Rassen. Auf dem Hundesportplatz ist er für Agility, Breitensport, Unterordnung, Schutzdienst, ja sogar als Schlittenhund (Königspudel) und für Hundewettrennen bestens geeignet. Als ausdauernder Läufer, Sprinter und Schwimmer ist es ideal den Pudel bei jeglicher Art Sport mitmachen zu lassen.

Der Pudel ist, egal bei welchen Hundebewerben oder Turnieren man ihn auch einsetzt immer vorne dabei.


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